Daniel Benyamin
Die Sehnsucht nach der Verbindung verschiedener Musikgenres verfolgt Daniel Benyamin schon seit Kindertagen. Die melancholischen Meisterwerke J.S. Bachs aus dem elterlichen Wohnzimmer verehrte er genauso wie obskure Wave-Bands, deren Platten er heimlich kaufen musste, da Rockmusik zuhause verboten war. Ein mit 12 Jahren zufällig selbsterfundenes Mehrspurkassettengerät half ihm, die Musik, die er nicht hören durfte, als Soundtrack zu seiner Isolation einfach selbst zu erfinden.
Selten zeigte sich diese Ambivalenz deutlicher als in den Songs seines zweiten Soloalbums „Life After Music“, das der ehemalige Komponist, Sänger und Drummer von Sea + Air und Jumbo Jet im Mai 2026 auf Ghost Palace Records veröffentlicht. Das Album reist spielerisch von einem Pol zum anderen: es ist gleichzeitig opulent und reduziert, ebenso eingängig wie atmosphärisch und schöpft aus seinen Tanz- und Filmsoundtracks der letzten Jahre.
Die Tour zum Album bestreitet er gemeinsam mit der amerikanischen Folk – Künstlerin Simone White. Die beiden wollen durch Auftritte in teils unüblichen Locations, wo Veranstaltende ihr Verständnis von fairen Konzerten teilen auf die Problematik der aktuellen Livepolitik vieler Venues aufmerksam machen.
Seit er mit 17 Jahren Schule und Zuhause verließ, tourte, komponierte und experimentierte Daniel Benyamin mit seinen zahlreichen Projekten und spielte seither über 2000 Konzerte in 35 Ländern. Zigtausend verkaufte Alben sowie über hundert veröffentlichter Songs und Kompositionen später wagte Daniel Benyamin 2022 einen Neuanfang als Solokünstler.
Sein größter Erfolg dabei ist, dass er sich ganz in seiner Musik widerspiegelt und den Zuhörenden ein unverfälschtes Bild gibt. Er folgt dem musikalischen Ruf seiner Seele, losgelöst von Mainstream und Erwartungen. Er zeigt sich sowohl in Zerbrechlichkeit, als auch in dem für ihn typischen großen Songwriting mit energievollen Rhythmen und atmosphärisch eingängigen Melodien. Analoge Instrumente kombiniert mit plastischen Synthieklängen lassen einen einzigartigen musikalischen Kosmos wachsen, den Daniel Benyamin „Ghost Pop“ nennt.