Oria (19:50 – 20:35 Uhr) Präsentiert von: CNM x What The France
Oria ist eine französische Singer-Songwriterin mit mediterranen Wurzeln, deren sanfte und zugleich kraftvolle Stimme orientalische Klangfarben mit zeitloser Eleganz verbindet. In ihren Songs erzählt sie von Liebe, Licht und Schatten – authentisch, emotional und generationenübergreifend. Inspiriert von Ikonen wie Dalida, Édith Piaf und Jacques Brel vereint Oria die Tradition des französischen Chansons mit moderner Ausdruckskraft. Nachdem sie mit neu interpretierten Coverversionen viral ging, schreibt sie nun ihre eigene Geschichte. Mit ihrer Debütsingle „Soirée Mondaine“ etabliert sie sich als vielversprechende neue Stimme der französischen Musikszene.
Antje Schomaker (21:35 – 22:20 Uhr)
Erfolg und ein treues Publikum haben ist das eine. Die eigenen musikalischen Vorbilder unverhofft mit Songs von sich überzeugen zu können etwas ganz anderes. Für Antje Schomaker ging beides mit beeindruckender Konsequenz auf: Als Kind bekommt sie zunächst Unterricht an Klavier und Fagott, bringt sich dann autodidaktisch das Spiel auf der Akustikgitarre bei und erregt nach jahrelangem Songwriting mit dem ersten Upload sofort die Aufmerksamkeit von Bosse. Was wie ein Film klingt, markiert den Startschuss für eine der interessantesten Laufbahnen einer deutschen Pop-Musikerin seit Jahren. Im Anschluss geht es nämlich im gleichen Tempo weiter. Vom Feel Festival zum Hurricane und Deichbrandt, vom Vorprogramm bei Bosse zu Johannes Oerding und Amy MacDonald spielt sich Schomaker quer durch die Republik. Das Debüt „Von Helden und Halunken“ (2018) setzt sie aufs Radar der Feuilletons – Singles wie „Auf Augenhöhe“ (2020) oder „Ich muss gar nichts“ (2021) streichen anschließend Millionen Streams ein. Samtiges Timbre, schwerelose Melodien, unprätentiöse und doch rührende Texte – die Singer-Songwriterin beschert hiesigem Indie-Pop seltene Sternstunden und kehrt dieses Jahr endlich mit neuen Singles wie „Love Of My Life“ (2026) nach Hamburg zurück.
Muff Potter (23:20 – 00:35 Uhr)
Schwierige Zeiten schaffen starke Menschen – und weil das so ist, waren Muff Potter in ihrer nunmehr dreißigjährigen Geschichte immer auch ein Abbild der Ära, durch die sie gingen. Prägten sie in der Frühphase der ausgehenden Neunziger noch mit Alben vom Kaliber „Schrei wenn du brennst“ (1997) deutschen Punk-Rock wie kaum eine andere Kombo, ließen sie ihrer Musik in den Jahren darauf sehr bewusst mehr Indie- und Pop-Elemente angedeihen und verewigten sich mit „Gute Aussicht“ (2009) als eine der wichtigsten Bands seit dem Mauerfall. Dann war Schluss. Die 2010er skippen Muff Potter weitgehend und feiern zunächst 2019 mit einer komplett ausverkauften Reunion-Tour und anschließend 2022 mit dem Album „Bei aller Liebe“ ihre Rückkehr. Klar ist schnell: Immer noch vereinen die vier Punk-Barden einen krachenden Gitarrensound mit ebenso poetischen wie provokanten Texten und zeigen auf die Fettflecken allzu weißer Hemden. Das Instrumentarium ist unverändert, die Palette jedoch zwischenzeitig beachtlich gewachsen. Stilistisch weit offen, tanzen Muff Potter auf ihrem neuen Album „Klepto“ (2026) genüsslich zwischen den Stühlen, bringen den Müll raus und verpassen deutschem Indie-Rock abermals die nötige Jungzellenkur. Höchste Zeit also, das lebendig und in Farbe auf der Bühne zu sehen.