SCHMIDTS KATER:
Der Durchstarter-Kater – 5 Jungs aus Hamburg besingen Leben, Lieben und Leiden in der hanseatischen Großstadt und landen mit „Sommer“ den Gutes-Wetter-Soundtrack 2013. Nach triumphalem Sieg beim „Hamburg Rockt“ Band Contest der Hamburger Morgenpost sind die gut gelaunt gefühlvollen Wollknäule in aller Munde und schnurren sich so nach und nach in sämtliche Herzen der Zuhörerschaft.
ZEN ZEBRA:
Post-Hardcore trifft hier auf delaybeflügelte Gitarrenflächen, anspruchsvolle Harmonien und, last but not least, auf progressive Arrangements, gebührend in Szene gesetzt vom BLACKMAIL-Mastermind Kurt Ebelhäuser, der schon Bands wie Harmful, Donots, Long Distance Calling oder Escapado erfolgreich seinen Stempel aufdrückte. Zusammen hat man ein außergewöhnlich intensives Album geschaffen, das den Hörer gleichzeitig kompromisslos verprügeln und tröstend in den Arm nehmen kann.
DAVID JONATHAN:
Lassen wir kurz diesen Namen wirken und widmen wir uns der Frage, die er umgehend aufwirft. Ein Singer/Songwriter, mal wieder – ist es das, was sich dahinter verbirgt? Die Antwort ist: Ja und Nein. Die Antwort ist gar nicht nötig, denn es ist noch viel einfacher als das. David Jonathan ist es, was man das Prinzip der Einfachheit nennen könnte.
Natürlich verbirgt sich dahinter jemand, der singt und die Lieder schreibt. Und tatsächlich heißt dieser jemand passenderweise David Jonathan, aber bereits die Kategoriensysteme dürfen getrost geschlossen bleiben, wenn deutlich werden soll, worum es hier geht. Es geht um das Wesentliche.
Es war im Sommer 2008 als David alles Gewohnte hinter sich ließ. Er saß in Catskill (New York), schlief nachts in einer kleinen Hütte, ließ die Tage am Flussufer vorbei ziehen. Amerikanische Romantik, wie nachmodelliert aus einer Mark Twain-Erzählung. Im Rücken die urbane Bedürfnisverwahranstalt der magnetisierendsten Stadt der Welt und vor sich die eigenen Füße im Wasser. Genau hier entstanden die ersten Lieder für David Jonathan. Die ersten Lieder, die von allem sprechen, was wichtig ist und die dabei den kürzesten Weg suchen, um auf den Punkt zu kommen. Die von Liebe erzählen, von Freundschaft, vom Glauben, von der Enttäuschung und dem Mut, der sie überwindet. Es waren Lieder, die den Ernst des Lebens kennen, aber wissen, dass er es oft nicht Wert ist, ernst genommen zu werden. Es waren Lieder von einem selbst.
Und weil es eben auch Lieder der Freundschaft waren, sollten sie auch schnell zu Freunden sprechen. Nur wenige Monate später, es war der Jahreswechsel von 2008 auf 2009, es war auf einem alten Landhaus in Paulmannshavekost, da waren all diese Freunde versammelt. Unter anderem auch Jakob, Sven und Immanuel – Leute, mit denen David bereits in anderen Bands, namentlich Napoleon und Speed Mountain, spielte oder noch spielt. Aber vor allem eben Freunde, die das Sendungsbewusstsein von David Jonathan erst in Vollendung übersetzten.
In dieser Konstellation, so paradox es klingen mag, wurde David Jonathan erst zu dem, was es immer sein sollte. Eine Sprache der Gelassenheit, der klugen Beobachtung und der Feier dessen, was uns alle verbindet. Es wurde zur Sprache einer allgemeingültigen Klarheit, einer Sprache, die jeder versteht und die noch nicht einmal erklärt werden muss. Warum dann all diese Worte? Gute Frage. Mach einfach die Lieder an.