PHELA
Phela singt: „Ich wünsche dir eine Sprache aus Sand und mir ein Meer, das deine Worte wegspült.“ Phela schreibt: Liebeslieder, deren Echtheit sich durch die in ihnen versteckten Widerhaken offenbart. Farben und Proust’sche Schlüssel aus Duft und Geschmack zur Kindheit durchwehen die Songs von Phelas Debütalbum „Seite 24“. Die vielen, poetisch eingefärbten Naturbilder und eindringlich-verblichenen Polaroid-Farben in Phelas Liedern haben ihren Ursprung auf dem Fluxus-Bauernhof ihres Vaters, des Künstlers und Musikers Jeff Beer in Bayern.
„Hier war alles erlaubt“, sagt Phela bei einem Kaffee und einer Zigarette in einer abgelegenen Ecke von Berlin-Neukölln: „Mein Vater hat mir nie etwas verboten, alles war eine Welt der Möglichkeiten, alles wurde ausprobiert, wir hatten auch keinen Fernseher zu Hause.“ Stattdessen gab es im offenen Hof des Vaters Improv-Musik, Skulpturen aus gefundenem Material, Fotoserien von Bäumen aus dem Garten, permanente Besuche interessanter Familienfreunde. Phela bringt sich selbst das Geigenspiel bei, gewinnt Wettbewerbe und Preise, zieht nach Paris, fotografiert Straßenmusiker in den Banlieus, geht zurück nach Deutschland, beginnt in Hannover Musik zu studieren „weil sich die Sehnsucht zur Musik über drei Banden in mir zurückmeldete“.
LASSE MATTHIESSEN
Ob mit kompletter Band, im Duo oder Solo – LASSE MATTHIESSEN live ist aufrichtig, authentisch und berührend. Für ihn zählt die Interaktion mit dem Publikum, denn er schreibt Musik, um zu erzählen und zu teilen. Der gefühlvolle Singer-Songwriter bringt melancholischen Indie-Rock mit brüchig-folkiger Intimität auf die Bühne und trifft mit seinen bittersüßen Symphonien genau die Herzen seiner Zuhörer. Scheinbar mühelos schafft LASSE MATTHIESSEN nun mit den Songs seines neuen Albums den Sprung weg vom eher reduzierten, auf die Gitarre konzentrierten Singer/Songwriter hin zum Leader einer Band, mit neu ins Repertoire aufgenommenen Tastenklängen, die sich wie Glitzer über die voluminösen Soundstrukturen legen. Was auf „Wildfires“ bereits seinen Anfang mit cineastischen Rock und Kammerfolk-Einschlag fand, entwickelt LASSE MATTHIESSEN auf seinem neuen Album weiter und vollendet es mit lauteren, poppigeren und expressiveren Einflüssen in Perfektion. Der Wahlberliner wagt sich somit auf neues musikalisches Terrain, bleibt sich und seiner gefühlvollen Musik aber stets treu.
TIM NEUHAUS
Schon seit seinem 16. Lebensjahr nimmt Tim Neuhaus seine eigenen Songs auf. Aufgewachsen in Hagen zog er 1996 nach Weimar um Schlagzeug zu studieren.
Damit war er erfolgreich: Anschließend trieb es ihn nach Berlin, wo er seitdem in der Band der Blue Man Group am Schlagzeug sitzt. Seine ersten beiden Soloalben unter dem Namen Tim Neuhaus, „Yindi“ (2005) und „Blankets“ (2007), vertrieb er in Eigenregie auf seinen ausgedehnten Touren durch Deutschland oder Finnland.
Sein außerordentliches musikalisches Talent macht sich auch Clueso zu nutzen: Tim ist bis heute einer seiner musikalisch-kreativen Partner und war von 2001 bis 2004 Schlagzeuger seiner Liveband.
Ende März erscheint eine neue EP von Tim Neuhaus auf Grand Hotel van Cleef, das Album folgt dann im Spätsommer 2010. Tims Lieder leben von ihren getragenen Flächen, viel Percussion und einer Prise Melancholie, die nie lethargisch wirkt. Wer Tim Neuhaus schonmal live gesehen hat, weiß, dass er und seine Band vor allem eines können: Verzaubern!
Selten konnte man eine Band sehen, die auch bei wenig Publikum so begeistert und es mit Songs, die sich nie aufdrängen oder anbiedern, fesselt. Auf der Bühne wird Tim von einer 5-köpfigen Band mit zwei Drumsets unterstützt, die Songs werden mehrstimmig von allen Bandmitgliedern begleitet.
Darunter auch der Hit „Life Found You“, der bei halbseriösen, statistischen Umfragen im Bekanntenkreis folgende Reaktionen hervorrief: „Was ist DAS denn für ein Song? Von wem ist der? Ist der Typ aus England? Oder Amerika? Das ist ja wunderbar!“ Antwort: Das ist Tim Neuhaus. Und er kommt aus Hagen!