"There’s never a good way to say this, so we’ll say it plainly and explain after.
Our September-October tour is moving to 2027. A few cities, for logistical reasons, had to be cancelled outright.
What happened: half of SOYUZ members are emigrants, and getting the documents that allow us to leave Poland can drag on in ways that are completely unpredictable and feel deeply unfair.
That’s what happened with Alex and Mikita.
We spent this entire summer chasing every possible route to speed up the process. A lot of energy, a lot of money, a lot of nerves. It didn’t work. Alex and Mikita will only be able to get back on the road at the end of 2026.
Our booking agency @emergedagency rebuilt the whole tour for February and March 2027, fast and at the highest level of professionalism. Some cities couldn’t be moved, and we’ll see you there on the next run, with a new record.
One thing we’re genuinely glad about: SOYUZ will play headline shows in Spain for the first time.
All tickets already purchased remain valid for the new dates. If your city is among the cancelled ones, please request a refund at your point of purchase.
Our audience has always been attentive, generous and, frankly, the best in the world. We’re sincerely sorry to everyone whose plans this breaks, and we’re deeply grateful to the promoters, the venues, and above all to you for understanding."
„Krok“ bedeutet auf Belarussisch „Schritt“ – und für Alex Chumak und seine Band hat dieses Wort eine große Bedeutung. Es ist der Titel und das Leitmotiv des vierten Albums von СОЮЗ (SOYUZ) und spiegelt die Reisen wider, die die Band in den letzten Jahren unternommen hat, nachdem sie aufgrund der politischen Unruhen in ihrer Heimat Belarus und des Ausbruchs des Krieges in der Ukraine nach Warschau gezogen war. Die Ungewissheit anzunehmen, wurde sowohl zur Inspiration als auch zum Hauptthema der Texte für Alex Chumak, den Komponisten und Arrangeur von SOYUZ, der sich außerdem entschloss, einen Schritt weiter zu gehen und die Sprache, in der er seine Songs schreibt, von Russisch, das in vielen postsowjetischen Ländern als Verkehrssprache verwendet wird, zu seiner Muttersprache Weißrussisch zu wechseln. Das Ergebnis sind neun Songs über Träume und den Weltraum, alltägliche Wunder, Dinge, die gleichzeitig sehr nah und sehr fern sind.
Obwohl KROK hauptsächlich in Brasilien aufgenommen wurde, handelt es sich nicht um ein brasilianisches oder MPB-Album. Es verbindet die osteuropäischen Wurzeln der Band mit Jazz, Folk und globalen Einflüssen. Das Genre der Musik ist kaum zu identifizieren: Es gibt Folk-Balladen und jazzige Pop-Kompositionen, die von üppigen und oft dissonanten Streich- und Holzbläserarrangements begleitet werden, in denen jede Note mit Sorgfalt und Bedeutung platziert ist.
KROK ist breit gefächert und voller Höhepunkte. Der Titelsong war der erste Song, den Chumak als Erwachsener auf Belarussisch geschrieben hat, und eignet sich daher perfekt als Opener und ist einer der besten Songs der Band. Er ist düsterer als die meisten Songs von SOYUZ, aber im Verlauf des Songs lösen sich die Spannungen auf und es wird leichter. Der cineastische Library-Jazz von „Voo Livre“ mit den geisterhaften Gesängen von Ciça Góes und Ina wirkt durch seinen erhabenen Chor und die Holzbläser-Orchestrierung wie eine moderne Variante des italienischen Library-Komponisten Alessandro Alessandroni. An anderer Stelle bietet das herzliche „Lingua Do Mundo“, komponiert, geschrieben und gesungen von Chumak und dem unglaublichen Tim Bernardes, eines der herausragenden Streicharrangements von Chumak und Karch. „Cichi Karahod“ ist ein sofortiger SOYUZ-Klassiker, der mit seinem akustischen Gitarren- und Synth-Bass-Riff, das in jazzige AOR-/Pop-Folk-Gefilde übergeht, fast an Pat Metheny erinnert. Das Album endet mit „Smak žyćcia“, einem sanften, verträumten Spoken-Word-Gedicht in japanischer Sprache von der Singer-Songwriterin Manami Kakudo.
Trotz immenser Herausforderungen haben SOYUZ mit KROK ein Album abgeliefert, das ihre Karriere prägen wird. Es ist herzlich und wunderschön, keine Imitation der Vergangenheit, sondern ein wahrhaft origineller, zeitgenössischer Ausdruck, der ganz für sich selbst steht.