SLIFT, eine überragende Space-Rock-Band und ein unerbittlicher Live-Kraftprotz, kündigt eine Welttournee für 2026 an, die unter anderem einen Auftritt im KNUST in Hamburg am 25.11.2026 umfasst. Das französische Trio wird Stücke aus seinem kommenden Album „Fantasia“ präsentieren, das am 5. Juni 2026 über Sub Pop erscheint.
Jedes bisherige Album des strahlenden und kraftvollen französischen Trios SLIFT – bestehend aus den Brüdern Jean und Rémi Fossat sowie dem Schlagzeuger Canek Flores, einem Freund seit der Schulzeit – war eine Fantasie – eine Mischung aus Genres und Formen, die es der Band ermöglichte, zu improvisieren und Themen so lange zu jammen, bis sie sich scheinbar gemeinsam in den Weltraum aufschwangen. Doch in einer gewollten Ironie trägt das vierte Album von SLIFT den Titel „Fantasia“, ohne tatsächlich eine zu sein. Stattdessen ist es ihr schnörkellosestes und direktestes Album, eine pointierte Geschichte über die Überwindung internationaler Umbrüche, vorgetragen von einer Band, die ohne jede Verzögerung auf den Punkt kommt. SLIFT wollten die Botschaft nicht durch übertriebenes Spiel verlieren. Sie bereiten sich auf einen Kampf vor, von dem sie glauben, dass wir ihn noch gewinnen können.
Als Jean Fossat den Kern von „Fantasia“ komponierte, dachte er viel an Jorge Luis Borges, den argentinischen Schriftsteller, dessen Erzählungen auf raffinierte Weise Elemente der Magie und des Surrealismus mit fast realistischen Schauplätzen und Handlungen verbanden. (SLIFT hat von Borges sogar den Titel des Stücks „Orbis Tertius“ übernommen.) So wird Fantasia zu einer imaginären Stadt, die von Unwissenheit und Fremdenfeindlichkeit heimgesucht wird und in der man alles zu beseitigen sucht, was die etablierte Ordnung stört. Die Stadt tritt in „Corrupted Sky“ deutlich zutage, wo Fossats Erzähler versucht, der Katastrophe zu entkommen, indem er dorthin gelangt. In der zweiten Hälfte des Albums keimt Hoffnung auf, als die Bewohner sich allmählich daran erinnern, dass sie mehr sind als die bedrückende Gleichförmigkeit ihrer Gesellschaft. In diesen acht Liedern geht es also um das Vertrauen in die eigene Widerstandskraft, so unsichtbar oder verborgen sie auch erscheinen mag.