Cäthe ist Vieles. Sie sammelt Gegensätze, läuft am liebsten barfuß und ringt beständig mit sich und anderen um Erweiterung. Sie hasst Faulheit, hat mehr als eine Meinung und ihr Leben besteht aus lauter neugierigen Anfängen. Das mit der eigenen Musik beginnt 2005 in Hamburg. Cäthe ist Anfang 20, belegt den Popkurs und trifft treue Wegbegleiter wie Mika, Gisbert und Flozze, der heute auch der Bassist ihrer Band ist. Die Sache entwickelt sich aber nicht von heute auf morgen. Die meiste Zeit ist sie nicht krankenversichert, muss Freunde um Flaschenpfand bitten und hat mächtig damit zu tun, erwachsen zu werden. Doch die Notwendigkeit, Musik zu machen ist stärker als das Bedürfnis nach Struktur im Leben. 2011 ist sie soweit, und das Debütalbum „Ich muss gar nichts“ macht einen Anfang. Es steigt in die Charts ein und erobert die Sinne ihrer Zuhörer im Sturm. Das Fernsehen will sie auch: Inas Nacht, Morgenmagazine, die Harald Schmidt Show. Im Frühjahr 2012 folgt eine Pracht-Tour mit ihrer Band – 28 Shows in 32 Tagen. Und als Krönung der Autorenpreis der GEMA in der Kategorie „Komposition Rock“. Nun erschein am 14. Juni Cäthes neues Album „Verschollenes Tier“. Der außergewöhnliche Titel liegt ihr am Herzen: „Das Tier steht für die Verbindung mit dem Ursprünglichen, dem Instinktiven in mir. Im Alltag ist es oft verschüttet und versteckt sich. Aber wenn ich mich mit mir befasse, Musik mache oder auf der Bühne stehe, kommt es raus und kann atmen.“ Musikalisch sendet sie ihre Leidenschaft und ihre unvergleichliche Intensität auf mehreren Kanälen: in ihren Kompositionen und Texten, mit ihrer ungezügelten, markanten Stimme und via Intonation mit Leib und Seele minus Eitelkeit. Sie überlässt der Musik das Ruder, nimmt sich zurück und treibt mit der Strömung nach innen. Ihre Auftritte sind Herzblut pur. Cäthe steht auf der Bühne und will immer alles geben. Am 22. November spielt sie im Hamburger Knust.