Mit Traditionen zu brechen stand immer schon ganz oben auf der Agenda von FILTER. Quasi seit dem selbst produzierten Debüt „Short Bus“ im Jahr 1995: eine kantige Produktion, eingerahmt von gelallten Anrufbeantworter-Samples, fetten Bassläufen und zackigen Gitarren-Riffs, dahinter virtuos programmierte Drum-Computer und über allem thronend die unverkennbare Stimme von Richard Patrick als Markenzeichen. Patrick ist ohne Zweifel FILTERS magnetischer Mittelpunkt, das musikalische Zentrum der Band, der Frontmann schlechthin. Die intelligente Kreativzelle der Band streitet auch gar nicht ab, dass seine Herangehensweise an die Musik eher unorthodox ist. Neue Technologien haben ihn immer interessiert. Damit rannte er bei seinem neuen Partner und Gitarristen Jonny Radtke offene Türen ein, dem kleinen, wie Slash spielenden Bruder, den er nie hatte und der auch ins Songwriting entscheidend eingriff. Zu hören ist das auf dem neuen Album „The Sun Comes Out Tonight“. Explosive Tracks mit Patricks typisch mitreißendem Gesang, Radtkes trällernde Backing-Vocals, einnehmende Refrains, hypnotisierende Synthesizer, glühende Gitarren, wütend-unheimliche Riffs und Blast-Beats, beißende Texte und die triumphale Auferstehung der Drum-Computer, deren pulsierender Rhythmus FILTER intensive Live-Shows abzuliefern. Die Zeiten von „Hey man, nice shot“ sind nicht vorbei, sie haben sich geändert. Davon können FILTER nur profitieren – denn live ist die Band aus Cleveland noch immer ein wahrer Brecher und schreckt vor nichts zurück.
Präsentiert werden die Konzerte von Slam, piranha und metal.de.