KNUST Acoustics
– Jubiläums Special
Seit über 15 Jahren hat unser langjähriger Veranstaltungspartner Sibeth Darm Mittwochs auf dem Knust-Lattenplatz akustische Mini-Konzerte gebucht und organisiert. Was 2011als „Musik Quickie“ begann (3 Künstler spielen je drei Songs) wurde in den Folgejahren zu den Eintrittsfreien „Knust Acoustics“ – die später zur „Acoustics Hamburg“ Serie weiter entwickelt wurden.
In der Spitze kamen bei gutem Wetter über 1000 Besucher zu den akustischen Konzerten: Drei Künstler spielten je 30 min. Das machte es einfach neue Musik zu entdecken. Zunächst mit „Hutgage“ – später mit „Mindestspende 2,–“ oder geringem Eintritt zu 5,—hat sich das Format den jeweiligen Gegebenheiten anpassen müssen. Denn das „Sammeln“ war bei annähernd 1000 Gästen zu einer komplexen Aufgabe geworden.
Selbst Corona – mit Mindestabstand und „3 G Konzept“ (Geimpft, Genesen, Getestet) wurde 2020/2021 „überstanden“.
Im vergangenen Jahr fanden die „Acoustics“ zum letzten Mal statt – Siebeth wohnt mittlerweile in Berlin.
Zu unserem Knust Jubiläum wollen wir noch einmal gemeinsam die alte Zeit heraufbeschwören. Und gepflegt-gemeinsam einen Knust-Acoustics Mittwoch Abend feiern. Noch einmal „Macht mal Lärm“ – mit drei ausgewählten Künstlern.
Sowie früher: Bei freiem Eintritt.Und mit Hutkasse.
Wir freuen uns.
ACTS
Paul Holland (Anglo-Deutsch/Berlin) und Daphne Gale (NYC/Berlin) bündeln ihre Stimmen und Songs auf einer gemeinsamen kleinen Tour. Beide KünstlerInnen treten mit eigenen Sets auf und präsentieren zusätzlich gemeinsam geschriebene Stücke – ein Mix aus Singer-Songwriter-Folk, Soul, Jazz und subtiler emotionaler Spannung.
Gale und Holland bringen langjährige Bühnenerfahrung mit: Gale, Singer-Songwriterin und Komponistin, bekannt für Alben wie Nomadder (2021) und Nil Satis(2025), und Auftritte in renommierten Venues wie Rockwood Music Hall und Blue Note, vereint verletzliche, reflektierte Texte mit subtiler emotionaler Spannung. Holland, international tourender Singer-Songwriter, prämiert mit dem Förderpreis Junge Ulmer Kunst und Support-Act für Soul Asylum, King Hannah und The White Buffalo, verbindet US- und UK-Folk mit Soul, Jazz und charismatischem Gesang.
Gemeinsam schaffen sie intime, ausdrucksstarke Konzerte, in denen ihre Stimmen harmonisch verschmelzen und ihre individuellen Stile zu einem einzigartigen musikalischen Erlebnis werden.
PAUL SIES
Die Sache ist die: Paul Sies langweilt sich schrecklich schnell. In einer Welt voll unheilvoller Nachrichten, ist das ausnahmsweise mal eine gute. Denn wenn Paul Sies das nicht täte, würden wir nicht Anfang nächsten Jahres sein herrlich eklektisches neues Album „Ficken und Heulen“ erhalten, das er, während wir hier plaudern, gerade fertigstellt.
Es ist ja so: Paul Sies ist ein geborener Showman, aber eben auch ein Geschichtenerzähler, einer, der auf Obstkisten und Bühnen steht, der singt, schreit, Blumen wirft und ein Taschentuch braucht, dessen Stimme sagt: Das mein ich wirklich so, und das will ich wirklich so, hier die Drogen-Erinnerung, da das Liebeslied, gleich die politische Mahnung, und dann auf einmal ganz anders, doch los, komm mit, beeil dich, ich bin schon hier drüben.
Und natürlich: Endlose Vergleiche könnte man ziehen, hier Hip-Hop, der in die 20er-Jahre zweier Jahrhunderte passt, da ein klassisches Liedermacher-Lied, aus dem plötzlich ein 70er-Rock-Biest und schließlich ein flirrender Technobeat wird. Weil: Wieso nicht? Nick Cave trägt den Anzug von Tom Waits auf dem Dancefloor um die Ecke auf. Erhaben und gleichzeitig dreckig. Dresden Dolls, Trent Reznor, Nina Hagen, Scissor Sisters. Klingt trotzdem alles nach 2026, nicht ganz unwichtig.
Ficken und heulen. Zu Paul Sies‘ Musik kann man beides.
Denn.
Der König des Dark Cabaret ist zurück.
Robine
Wenn Robine die Bühne betritt, ist Gänsehaut garantiert. Mit einer Mischung aus Indie-Soul, R&B und Pop trifft ihre Musik dort, wo es weh tut – und heilt dann. Aufgewachsen in einer Welt, die sie nicht immer verstand, verwandelte Robine die Kämpfe des Lebens in Songs und machte die Musik zu ihrer Therapie, lange bevor es jemand anderes konnte. Ihre Debütsingle FROM YOU (2022) war ein Kampfschrei für Überlebende, und seitdem hat sie nicht aufgehört, ihre Zuhörer zu ermutigen. Nach einem Umzug nach Hamburg vertiefte sie sich in ihren Sound und arbeitete an ihrem ersten Album, das 2026 erscheinen wird. Robine ist hier, um dich daran zu erinnern, dass Selbstakzeptanz noch nie so gut geklungen hat wie heute – roh, echt und authentisch.
Tauche ein und lass die Musik den Rest machen!